Bis 1890 hatten 42 Groß- und Mittelstädte in Deutschland eine zentrale Wasserversorgung. Im linksrheinischen Raum wurden 1874 in der Stadt Bonn, 1885 in der Stadt Düren, 1887 in der Stadt Euskirchen und 1897 in der Stadt Zülpich die Wasserwerke ausgebaut. Die Versorgung im ländlichen Bereich wurde erst nach der Jahrhundertwende, und zwar im Landkreis Bergheim 1905, im Landkreis Aachen und in Teilen des Kreises Euskirchen im Jahre 1909 und in den Bürgermeistereien Kuchenheim und Ollheim 1910, ausgebaut.
Über die Entwicklung der beiden zentralen Wasserversor- gungen, Stadtwerke Euskirchen und Wasserbeschaffungs- verband Kuchenheim-Ludendorf, in den Jahrzehnten ihres Bestehens, bis zum Zusammenschluß 1975, mag die Chronik uns einen kurzen Überblick geben. Sicher wird sie den Sorgen und der Arbeit, die der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau der Werke, besonders in den Jahren des 1. und 2. Weltkriegs, in den Nachkriegsjahren, in der Weltwirtschaftskrise, in den heißen, trockenen Sommern oder aber den sehr kalten Wintern machte, nicht gerecht. Daher Dank an dieser Stelle allen, die für diese zentralen Versorgungen gedacht und gearbeitet haben. |